Wenn am 17. August um 6 Uhr wieder das Startsignal für die zweite Auflage der 100MeilenBerlin gegeben wird, dann wird mit diesem Lauf auf dem Mauerweg vor allem an die vielen Schicksale und Tragödien erinnert, die mit der Berliner Mauer bzw. der früheren Ost-West-Grenze verbunden sind. Mindestens 136 Menschen verloren hier ihr Leben.
In diesem Jahr wird die 100Meilen-Finisher-Medaille Günter Litfin gewidmet. Günter starb am 24. August 1961 bei seinem Fluchtversuch. Er war der erste Mensch, der bei seiner Flucht aus der DDR durch Schüsse getötet wurde. Sein Bruder Jürgen betreut bis heute eine Gedenkstätte am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal. An dem ehemaligen Wachturm in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs wird auch der erste Verpflegungsposten des diesjährigen Mauerweglaufs sein. Wer Zeit hat, sollte sich die Ausstellung im Innern des Turms anschauen. Ob als Teilnehmer oder Zuschauer.
Ohne das ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Helferinnen und Helfer (Volunteers) wäre eine Veranstaltung von dieser Größenordnung niemals möglich. So wird es in diesem Jahr an die 27 Verpflegungsposten geben, was einen neuen Rekord darstellt. Ebenso wichtig ist aber auch die enge Kooperation mit den zuständigen Behörden und den Sponsoren. Alle Firmen, die mit ihren Logos auf dieser Seite vertreten sind, unterstützen die 100MeilenBerlin in unterschiedlichster Form.
Besonders freuen wir uns über die gerade zustande gekommene Medienpartnerschaft mit dem jungen Portal www.hauptstadtsport.tv. Jeden Monat berichtet das engagierte und kreative Team vom Hausvogteiplatz über außergewöhnliche Vereine und Sportereignisse in Berlin.
die Idee des ersten Berliner 100-Meilen-Laufes entlang der ehemaligen Grenze um West-Berlin hat mich persönlich von Anfang an überzeugt. Auf ungewöhnliche Weise wurde mit diesem Lauf an die unmenschliche Mauer und ihren Fall 1989 erinnert. Umso mehr freut es mich, dass dieses großartige Rennen 2013 erneut stattfindet.
Für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 100MeilenBerlin 2013 dürften die letzten Kilometer vor dem Ziel einen besonderen Höhepunkt darstellen. Nicht nur, weil das Stadion an der Lobeckstraße zum Greifen nahe erscheint, sondern auch, weil die Strecke dann an der East Side Gallery vorbeiführt. Jenes 1,3 Kilometer lange Stück Mauer zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof, das 118 Künstler aus der ganzen Welt im Jahr 1990 mit unterschiedlichsten Motiven gestalteten. Bei keiner Berlin-Führung darf diese „längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt“ (Wikipedia) fehlen, denn sie ist ohne Frage ein einzigartiges Wahrzeichen dieser Stadt und erinnert in besonderer Form an die Mauer und ihre Opfer. 
Und weil die East Side Gallery so eng mit der jüngeren Berliner Geschichte verbunden ist, wird es für alle Finisher der 100MeilenBerlin in diesem Jahr ein besonderes Erinnerungsstück geben: Ein exklusives Shirt mit einem Motiv der East Side Gallery! Das Gemälde „Es geschah im November“ des Künstlers Kani Alavi, der zugleich Vorsitzender der „Künstlerinitiative East Side Gallery e.V.“ ist, wird - so viel sei schon verraten - auf der Vorderseite des Shirts abgebildet sein.
Wir danken an dieser Stelle der „Künstlerinitiative East Side Gallery e.V.“ für die Unterstützung und die Kooperation!