Der Mauerweglauf: 100 Meilen durch und um die Hauptstadt


Die 100MeilenBerlin finden am 16./17. August zum dritten Mal nach 2011 und 2013 in Erinnerung an die zahlreichen Maueropfer statt. Gelaufen wird auf dem größtenteils asphaltierten Berliner Mauerweg, der um das westliche Berlin führt und damit dem früheren Grenzverlauf entspricht. Der Mauerweglauf findet jährlich statt, nämlich stets an dem Wochenende, das auf den offiziellen Mauerbau-Gedenktag, den 13. August, folgt. An jenem August-Tag im Jahre 1961 wurde mit dem Bau der Grenzbefestigung aus Beton und Stacheldraht begonnen. Mindestens 138 Menschen kamen bis 1989 bei Fluchtversuchen an der Ost-West-Grenze ums Leben. 

100Meilen-Schirmherr ist erneut der frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann


Die 100MeilenBerlin werden in jedem Jahr einem anderen Maueropfer gewidmet.

In diesem Jahr wird das 
Peter Fechter sein, der 1962 an der Mauer, unweit des bekannten Checkpoint Charlie, bei einem Fluchtversuch starb und mit seinem Schicksal die Welt bewegte. Von Schüssen getroffen, verblutete er im Grenzstreifen - weder DDR-Grenzsoldaten noch die Westalliierten wollten oder konnten ihm helfen. 

Zum Gedenken an Peter Fechter wird die Finisher-Medaille sein Konterfei tragen. Außerdem wird sich der erste Verpflegungspunkt in unmittelbarer Nähe des Mahnmals in der Zimmerstraße befinden. Wir danken auch sehr herzlich Gisela Geue, die uns ein Foto ihres Bruders zur Verfügung gestellt hat. 


Gelaufen wird auf dem Mauerweg diesmal im Uhrzeigersinn - also wie bei der 100Meilen-Premiere 2011. Jährlich wird ein Richtungswechsel erfolgen. Ganz neu: Start und Ziel der 
100MeilenBerlin sind erstmals im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, in unmittelbarer Nähe des Mauerparks. 

Nachfolgend in Kürze die wichtigsten Informationen rund um den Mauerweglauf:
  • Startzeiten: 6 Uhr Einzelläufer, 7 Uhr Staffeln
  • 27 Verpflegungspunkte mit insgesamt über 300 Volunteers entlang der Strecke (alle ca. 6 Km)
  • 13 Online-Zwischenzeiten (Zeiten sind abrufbar über das Internet)
  • Zeitlimit: 30 Stunden (Einzel- und Staffelläufer)
  • Staffeln mit bis zu 28 Team-Mitgliedern möglich (Wechselpunkte sind frei wählbar)
  • Back-to-Back-Medaille für alle Finisher, die 2013 und 2014 erfolgreich dabei waren
  • 100Meilen-Buckle (Gürtelschnalle) für eine Laufzeit unter 24 Stunden
  • Finisher-Shirt in Kooperation mit der "Künstlerinitiative East-Side-Gallery e.V."
  • Teilnehmer-Limit: 500, Anmeldeschluss: 01. Juli 2014
  • Startnummern berechtigen zur freien Fahrt im öffentlichen Nahverkehr während des Laufs
  • Pasta-Party (15. August) und Abschlussessen (17. August) inklusive
  • Sonderkonditionen im Partner-Hotel RAMADA für alle Teilnehmer und Betreuer (limitiert)
  • kostenfreie Hallenübernachtung
Weitere und detaillierte Infos sind der Ausschreibung zu entnehmen. 


  
 

Das Grußwort von 100Meilen-Schirmherr Rainer Eppelmann

Rainer EppelmannLiebe Läuferinnen und Läufer, sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr, dass sich dieser Berliner 100-Meilen-Lauf zu einer solchen Erfolgsgeschichte entwickelt hat und 2014 wieder mehr Teilnehmer denn je anzieht. Im 25. Jahr nach dem Mauerfall wird damit auf beeindruckende Weise an die innerdeutsche Grenze und ihren Fall 1989 erinnert. 

Von einem Tag auf den anderen zerschnitt die Berliner Mauer Familien, trennte Freunde, machte das bis dahin normale Leben in Berlin unmöglich. Ich selbst konnte seit dem August 1961 meine Schule nicht mehr besuchen, andere verloren ihre Arbeit oder ihren Studienplatz.

Vor allem aber wurde dieses Bauwerk zur Falle für alle 17 Millionen Eingesperrten, vor allem für Jene, die mutig oder verzweifelt raus wollten aus der DDR und ihre Fluchtversuche mit langen Gefängnisstrafen, mit schweren Verletzungen oder sogar ihrem Leben bezahlen mussten.

Wir erinnern uns in diesem Jahr besonders an eines der freudigsten Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte: Vor 25 Jahren, am 9. November 1989, hatte die Mehrheit der Menschen in der DDR genug vom Eingesperrtsein in der Diktatur. Die Bürgerinnen und Bürger öffneten die Grenze und brachten die Mauer damit schließlich zum Einsturz. Heute erinnern nur noch wenige Mauerteile an diese unmenschliche Grenze, die West-Berlin einschloss und die gesamte DDR zu einem Gefängnis machte. Um so wichtiger ist es, das Gedenken an die jahrzehntelange deutsche Teilung und die Opfer der innerdeutschen Grenze lebendig zu halten. 

Der Berliner 100-Meilen-Lauf entlang des ehemaligen Mauerverlaufs leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Ich wünsche den 100MeilenBerlin, dass die Veranstaltung weiter so erfolgreich wachsen möge wie in den vergangenen Jahren und weiterhin viele Ausnahmeathleten an diese historische Strecke zieht. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich einen erfolgreichen Lauf.


Ihr Rainer Eppelmann
Ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


Geschichte zum Überstreifen: Das rote Finisher-Shirt 2014


Auch 2014 wird wieder ein Motiv der Berliner East Side Gallery das 100Meilen-Finisher-Shirt zieren. Und diesmal gibt es einen besonderen rockmusikalischen Aufhänger.

Denn mit dem Mauer-Bild des US-amerikanischen Künstlers Lance Keller wird die legendäre britische Band Pink Floyd indirekt ihre Spuren bei Berlins 100-Meilen-Lauf hinterlassen. Denn während Pink Floyd 1990 am Potsdamer Platz vor tausenden Menschen auftraten, pinselte Lance das Platten-Cover der Rockoper "The Wall" auf die Berliner Mauer. 


Und als schließlich Band-Mitbegründer Roger Waters im September nach Berlin kam, um mit erhobener Faust gegen den möglichen Teilabriss der East Side Gallery zu protestieren, war die Entscheidung für die 100Meilen-Macher klar: Das Gemälde von Lance Keller muss unbedingt auf das Shirt für 2014!

100Meilen-Organisationsleiter
Dr. Ronald Musil (unten links im Bild) nutzte die Gunst der Stunde und traf den Manager von Roger, Andrew Zweck, im Herbst 2013 an der Gallery.

Neben einem Entwurf des neuen Shirts gab es als besondere Erinnerung auch ein grünes Original-2013er-Finisher-Hemd, gestaltet vom Berliner Künstler Kani Alavi. Eine absolute Ausnahme, denn dieses besondere Stück Stoff muss man sich eigentlich erlaufen... Ob Roger Waters aber selbst mal die Laufschuhe auf dem Mauerweg schnüren wird, ließ er bei dieser Begegnung offen.  



Wir danken an dieser Stelle der „Künstlerinitiative East Side Gallery e.V.“ für die erneute Unterstützung und Kooperation!


Aktuelles

Mit einer Staffel bei den 100Meilen

Wer sich die 160,9 Km lange Strecke auf dem Mauerweg (noch) nicht im Alleingang zutraut, kann das Lauf-Abenteuer auch mit gemeinsamen Kräften angehen... mehr

Werner Sonntag wieder mit dabei!

Im Juni wird er 88 Jahre alt, der Ultralauf-Pionier Werner Sonntag! Doch sein stolzes Alter hält Werner nicht ab, wieder die Reise nach Berlin anzutreten...  mehr

LG Mauerweg Berlin e.V. und Stiftung Berliner Mauer kooperieren

Die Langstreckenläufer der LG Mauerweg und die Stiftung Berliner Mauer gehen gemeinsame Wege. Im Rahmen einer jetzt beschlossenen Kooperation werden der Verein und die Stiftung künftig bei Projekten wie dem Berliner 100-Meilen-Lauf zusammenarbeiten... mehr

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